Es gibt eine Entscheidung, die du für deine Katze fast jeden Tag triffst — und die mehr Einfluss auf ihre Gesundheit hat als fast alles andere: das Futter. Vorweg die ehrliche Wahrheit: Das eine, beste Katzenfutter für alle Katzen gibt es nicht. Aber es gibt klare Qualitätskriterien, an denen du gutes von schlechtem Futter unterscheidest — und ein paar Produkte, die diese Kriterien richtig gut erfüllen. Genau darum geht es hier.
Was gutes Katzenfutter ausmacht
Bevor wir über konkrete Produkte reden, musst du verstehen, was deine Katze biologisch überhaupt braucht. Denn eine Katze ist kein kleiner Hund und schon gar kein Allesfresser. Sie ist ein obligater Karnivore — ein reiner Fleischfresser, dessen Stoffwechsel sich seit Jahrtausenden kaum verändert hat (Zoran, 2002). Daraus ergeben sich vier Dinge, auf die du achten solltest:
1. Hoher tierischer Proteinanteil. Fleisch gehört an die erste Stelle der Zutatenliste — und zwar klar benannt („Huhn“, „Pute“), nicht als schwammiges „tierische Nebenerzeugnisse“. Katzen ziehen ihre Energie und ihre lebenswichtigen Aminosäuren wie Taurin fast ausschließlich aus tierischem Eiweiß.
2. Wenig Kohlenhydrate, gern getreidefrei. Katzen können Stärke nur schlecht verwerten. Viel Getreide, Mais oder Soja sind meist günstige Füllstoffe, die den Fleischanteil drücken. Getreidefrei ist kein Dogma, aber ein gutes Signal: Solche Futter haben in der Regel mehr Fleisch und weniger Ballast.
3. Ohne Zucker und unnötige Füllstoffe. Zucker (oft als „Karamell“ oder „Saccharose“ getarnt) hat in Katzenfutter nichts verloren. Genauso wenig wie künstliche Farbstoffe oder ein langer Rattenschwanz an Zusatzstoffen, die nur das Produkt hübsch machen, nicht die Katze gesund.
4. Feuchtigkeit — am besten über Nassfutter. Das ist der Punkt, den die meisten unterschätzen. Die Hauskatze stammt von der afrikanischen Wildkatze ab, einem Wüstentier, das seinen Flüssigkeitsbedarf fast komplett über die Beute deckt. Deshalb haben Katzen einen schwach ausgeprägten Durst und trinken aktiv viel zu wenig. Nassfutter mit rund 80 Prozent Feuchtigkeit gleicht das aus und entlastet vor allem die Nieren und die Harnwege (Buckley et al., 2011). Mehr dazu, wie sich Nass- und Trockenfutter im Detail unterscheiden, liest du in unserem Vergleich Nassfutter vs. Trockenfutter — und warum das mit dem Trinken so ein Problem ist, erklären wir unter warum Katzen zu wenig trinken.
Dreh die Packung um und check die Zutatenliste:
Steht Fleisch an erster Stelle? Gut.
Ist der Fleischanteil in Prozent angegeben? Sehr gut.
Tauchen Getreide, Zucker oder „Nebenerzeugnisse“ weit oben auf? Finger weg.
Unsere Empfehlungen: Nassfutter
Nassfutter ist für die meisten Katzen die bessere Basis — wegen der Feuchtigkeit und weil es dem natürlichen Beuteschema am nächsten kommt. Hier zwei Sorten, die bei der Zusammensetzung überzeugen, und eine günstige Alternative für den Einstieg.

animonda vom Feinsten Adult Putenherzen (32x100g)
Getreidefrei, hoher Fleischanteil und im großen Vorratspaket günstig pro Dose — eine solide Allround-Wahl für ausgewachsene Katzen, die du als tägliche Basis füttern kannst.
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MAC's Cat Huhn & Lamm (16x100g)
Wenn du gezielt auf einen sehr hohen Fleischanteil setzt, ist dieses getreidefreie Futter aus deutscher Herstellung eine gute Wahl — besonders für Katzen, die auf hochwertiges Eiweiß angewiesen sind.
Jetzt Preis prüfen →Gutes Futter muss nicht teuer sein. Wenn du auf den Preis pro Dose achten musst oder erstmal testen willst, ob deine Katze Pastete überhaupt mag, ist eine getreidefreie Eigenmarke ein guter Startpunkt:

ZooRoyal Genuss Pastete Seelachs & Scholle (24x85g)
Getreidefrei und mit Fisch — eine günstige Eigenmarke, die zeigt, dass solides Nassfutter nicht teuer sein muss. Ideal für den Einstieg oder als günstige tägliche Basis.
Jetzt Preis prüfen →Unsere Empfehlungen: Trockenfutter
Trockenfutter hat einen schlechten Ruf, der nur halb verdient ist. Es liefert kaum Feuchtigkeit — deshalb sollte es nie die einzige Futterquelle sein. Aber als Ergänzung ist es praktisch: länger haltbar, gut zum Spielen und Belöhnen im Napfspiel und energiereich. Wichtig ist auch hier: hoher Fleischanteil, wenig Kohlenhydrate. Zwei Sorten, die das gut umsetzen:

Orijen Cat Fit & Trim (1,8kg)
Sehr hoher Frischfleischanteil und auf Gewichtskontrolle ausgelegt — eine gute Wahl für Wohnungskatzen, die zu Speck neigen, oder als hochwertige Ergänzung zum Nassfutter.
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PREMIERE Meat Menu Grainfree Fasan
Getreidefreies Trockenfutter zum kleinen Preis — der Beweis, dass eine ordentliche Hausmarke vollkommen reicht, wenn die Zusammensetzung stimmt. Gut als günstige Ergänzung zum Nassfutter.
Jetzt Preis prüfen →Fürs Kitten
Kitten sind keine kleinen erwachsenen Katzen. Sie wachsen rasant, brauchen mehr Energie, mehr Protein und ein anderes Verhältnis an Mineralstoffen. Erwachsenenfutter deckt diesen Bedarf nicht. Greif also bis etwa zum zwölften Lebensmonat zu spezieller Kitten-Nahrung — idealerweise als Nassfutter, damit die Kleinen von Anfang an genug Feuchtigkeit bekommen.

animonda vom Feinsten Kitten mit Rind (32x100g)
Getreidefreies Nassfutter, das auf den erhöhten Bedarf im Wachstum abgestimmt ist — eine gute, ergiebige Basis für die ersten Lebensmonate deines Kittens.
Jetzt Preis prüfen →Fressnapf oder ZooRoyal?
Eine Frage, die wir oft hören: Wo kauft man am besten? Die ehrliche Antwort — beide sind gut, aber sie spielen ihre Stärken bei unterschiedlichen Dingen aus.
Teure Anschaffungen und bestimmte Marken sind häufig bei Fressnapf gut aufgehoben. Hier findest du eine breite Markenauswahl und die hauseigene PREMIERE-Linie, die ein erstaunlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wenn du Wert auf eine bestimmte Marke legst oder größere Anschaffungen planst, lohnt sich der Blick dorthin.
Verbrauchsgüter wie Futter, das du Monat für Monat in großen Mengen brauchst, sind dagegen oft günstiger bei den ZooRoyal-Eigenmarken. Gerade bei den großen Vorratspaketen rechnet sich der Preis pro Dose schnell. Und wie die Empfehlungen oben zeigen, muss eine Eigenmarke qualitativ nicht schlechter sein — entscheidend bleibt die Zutatenliste, nicht das Logo auf der Dose.
Unser pragmatischer Rat: Schau bei beiden, vergleiche den Preis pro 100 Gramm und lass dich nicht von der Marke blenden. Für das, was du täglich verfütterst, lohnt sich der Vergleich am meisten.
So viel sollte deine Katze fressen
Die Faustregel: Eine ausgewachsene Katze mit rund 4 kg braucht etwa 200 bis 250 Gramm Nassfutter am Tag, aufgeteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten. Der genaue Bedarf hängt aber stark von Gewicht, Alter, Aktivität und davon ab, ob deine Katze kastriert ist. Wie du die richtige Menge für genau deine Katze berechnest und woran du Über- oder Unterfütterung erkennst, erklären wir ausführlich unter wie viel sollte eine Katze fressen.
Häufige Fragen zum Katzenfutter
Was ist das beste Katzenfutter — Nass oder Trocken?
Nassfutter ist für die meisten Katzen die bessere Basis, weil es viel Feuchtigkeit liefert und Katzen von Natur aus zu wenig trinken. Trockenfutter ist praktisch und energiereich, sollte aber nicht die einzige Quelle sein. Ideal ist eine Kombination mit Nassfutter als Hauptbestandteil.
Woran erkenne ich gutes Katzenfutter?
An einem hohen Anteil tierischen Proteins, einer klaren Fleischangabe an erster Stelle, wenig bis keinen Kohlenhydraten, keinem Zucker und keinen unnötigen Füllstoffen. Getreidefrei ist ein gutes Signal, aber kein Muss — entscheidend ist die Gesamtzusammensetzung.
Muss Katzenfutter getreidefrei sein?
Nicht zwingend, aber Katzen sind reine Fleischfresser und können mit Getreide wenig anfangen. Getreidefreies Futter hat meist einen höheren Fleischanteil und weniger Füllstoffe. Bei Unverträglichkeiten oder Gewichtsproblemen ist getreidefrei klar im Vorteil.
Ist teures Katzenfutter automatisch besser?
Nein. Der Preis sagt wenig über die Qualität. Es gibt sehr gute günstige Eigenmarken und teures Futter mit schlechter Zusammensetzung. Lies immer die Zutatenliste — sie verrät mehr als die Marke oder der Preis.
Wie viel Nassfutter braucht eine Katze pro Tag?
Eine ausgewachsene Katze mit rund 4 kg benötigt etwa 200 bis 250 Gramm Nassfutter täglich, aufgeteilt auf mehrere Mahlzeiten. Der genaue Bedarf hängt von Gewicht, Alter und Aktivität ab — orientiere dich an der Packungsangabe und am Gewicht deiner Katze.
Quellen
- Zoran, D. L. (2002). „The carnivore connection to nutrition in cats.“ Journal of the American Veterinary Medical Association, 221(11), 1559–1567.
- FEDIAF (2021). Nutritional Guidelines for Complete and Complementary Pet Food for Cats and Dogs. European Pet Food Industry Federation.
- Buckley, C. M. F., Hawthorne, A., Colyer, A. & Stevenson, A. E. (2011). „Effect of dietary water intake on urinary output, specific gravity and relative supersaturation for calcium oxalate and struvite in the cat.“ British Journal of Nutrition, 106(S1), S128–S130.
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